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25.05.2017

BOLERO ist ein Erfolg!

"Die Musiker, die immer wieder auch als Figuren mit den Tänzern auf der Bühne stehen, bescheren dem Abend atemberaubende Momente ... "

Konzerte

Bein|frei|heit

Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde,

Energie und Beweglichkeit sind die vielleicht prägendsten Konzert-Eindrücke des Ensemble CHAARTS. Wir nennen sie «Beinfreiheit». Im Flugzeug kostet diese jeweils extra, bei CHAARTS gibt es sie gratis dazu. Klassischer Musik konzentriert zuhören zu können, verlangt naturgemäss lautlose Aufmerksamkeit. Diese Stille wird auch von den Zuhörern unerbittlich eingefordert. Wehe ein Huster platzt in den leisen Schlusskonzert, ein Besucher steht während des Vortrages auf und läuft davon oder zwei Hörer tuscheln vernehmbar. Die klassische Musik beschleicht der Nimbus der Unberührbarkeit. Das wird ihr in der Konzertsituation auch gerecht, denn als Hintergrundmusik
ist sie einfach zu vielschichtig und eine Ablenkung bedeutet stets Verlust innerer Teilhabe.
Keineswegs verlangt sie aber vom Vortragenden, dass er wie angewurzelt vor seinem Notenpult zu sitzen hat, keine Miene verzieht und sich als Rädchen im Uhrwerk der Partitur versteht. Jeder, der einmal die technischen Grund-Limite überwunden hat und sich auf seinem Instrument frei bewegen kann, der sollte diese Freiheit auskosten und sich mit Körper und Geist in die Musik hinein pulsen lassen. Orchester leisten sich diese Freiheit selten, der einzelne Musiker verschwindet zu oft in der Anonymität der Kollegen. Wer sein Instrument nicht explizit sitzend spielen muss wie die Cellisten, der steht bei CHAARTS meistens und ist damit in seiner Bewegungsfreiheit um vieles agiler.
Die Digitalisierung macht auch vor der Bühne nicht Halt. Ganze Bibliotheken lassen sich in hauchdünne iPads importieren, welche lautlos geblättert und ohne breite Noten-Auflagen Eleganz in ein ewiges Problem-Thema bringen und mehr Spielraum lassen.
Seine 2. CD für das Label SONY wird CHAARTS mit dem Aargauer Geiger Sebastian Bohren u.a. Respighis Antiche Dance aufnehmen. Bei VivaCello wirbelt CHAARTS während vier Tagen mitten im Hotspot des legendären Festivals. Mit dem König aller Zigeunergeiger, Roby Lakatos, kommt u.a. der «Czárdás», Ungarns Volks-Tanz auf die Bretter. Unter «Boléro» treffen zum zweiten Mal Tänzer und CHAARTS in Königsfelsen zusammen und unter «Rausch» frönt CHAARTS mit Hyung-ki Joo und Immanuel Richter endgültig zirzensisch motivierter Musik.

Wenn nun auch Sie in Ihren Sitzreihen genügend Beinfreiheit haben, steht einer erfolgreichen Saison mit unerhörten Konzerten nichts entgegen.

Andreas Fleck
Künstlerischer Leiter CHAARTS

Prof. Dr. Hans Peter Wehrli
Präsident Verein CHAARTS